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Auslandsjahr – Allgemeine Informationen zum Auslandsjahr nach dem Abi

Wer träumt nicht davon? Erst einmal entspannen nach dem geschafften Abitur und raus in die Welt; vielleicht zum Freiwilligen Sozialen Jahr oder Zivildienst im Ausland, ein Praktikum machen und einmal im Ausland arbeiten, die Sprache vor Ort erlernen oder vielleicht auch im Ausland ins Studium schnuppern? Für dein Auslandsjahr stehen dir viele Optionen offen. Auf dieser Seite findest du die gängigsten Vorschläge für dein Auslandsjahr nach dem Abi.

 

Auslandsjahr – Was kann man alles machen?

Es gibt viele Gründe für ein Jahr im Ausland, besonders nach dem Abi-Stress. Für viele ist das Auslandsjahr eine Mischung aus Abenteuer, Entspannung und einer ersten großen Erfahrung außerhalb des bekannten Umkreises. Es ist vielleicht sogar schon eine erste Arbeitserfahrung. Wer also noch keine Möglichkeit für den Schüleraustausch an einer High School oder ähnliches hatte, kann jetzt noch einiges durch das nachgeschobene Auslandsjahr aufholen.

Zu den üblichen Angeboten für eine Zeit im Ausland gehören:

 

Au-Pair oder Demi-Pair

Das Auslandsjahr als Au-Pair zu verbringen heißt meistens sich um die jungen Kinder einer Familie im Ausland zu kümmern und dafür freie Kost und Logis sowie etwas Taschengeld zu bekommen. Ein wenig Freizeit macht es dann meist möglich, Land und Leute kennen zu lernen, sowie seine Sprachkenntnisse zu verbessern. Beim Demi-Pair hat man nur eine Halbtagsstelle in der Familie und meist einen integrierten Sprachkurs am Nachmittag oder zu bestimmten Zeiten unter der Woche. An den Wochenenden hat man dann meistens frei. Das Demi-Pair ist zwar nicht immer so gut bezahlt, aber man bekommt meistens den Sprachkurs bezahlt und kann einiges in seiner Freizeit unternehmen. Es gleicht sich also beides etwas aus und je nach Ziel des Auslandsjahres kommt man auf seine Kosten.

 

Auslandspraktikum oder „Work and Travel“ – Arbeiten und Reisen im Ausland

Bei einem Praktikum im Ausland und überhaupt beim Arbeiten im Auslandsjahr gibt es eine Vielzahl an Optionen - allein schon deswegen, weil viele Arbeitgeber inzwischen weltweit Praktikumsplätze und Arbeitsstellen über das Internet vergeben. Da ist es nicht immer einfach, die Übersicht zu behalten. Hinzu kommt noch, dass man außerhalb der Europäischen Union, also gerade in Ländern wie den USA, Kanada, Australien, Neuseeland aber auch Asien und Lateinamerika meist nicht direkt in den Arbeitsmarkt eintreten darf. Das liegt daran, dass das Einreisevisum als Tourist in den meisten Fällen nicht ausreicht, um direkt vor Ort arbeiten gehen zu dürfen. Daher muss man vorab mit dem zukünftigen Arbeitgeber genau klären, ob eine Arbeitserlaubnis oder ein gesondertes Visum für das Praktikum im Auslandsjahr erforderlich ist. Entscheidest du dich für ein Auslandsjahr innerhalb der Europäischen Union reicht dein Personalausweis oder Reisepass vollkommen aus. Bis auf die Formalitäten mit dem Visum steht deinem Auslandspraktikum oder dem Arbeiten im Ausland nichts im Weg - egal ob es zum Obstpflücken nach Alberta in Kanada, zur Kinderbetreuung in den Straßen von Mexiko-Stadt oder zur Farmarbeit nach Neuseeland geht. Es steht dir alles offen. Und die Sprachkenntnisse werden nebenbei auch gleich noch mit verbessert.

 

Nützliches Auslandsjahr: Soziales Jahr und Freiwilligenarbeit im Ausland

Neben der Arbeit mit Praktikumsstelle gibt es auch die Möglichkeit, seinen Zivildienst oder sein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland zu absolvieren. Auch dabei gibt es eine regelrechte Flut an Möglichkeiten. Viele deutsche und ausländische Organisationen bieten alles an von der Mithilfe bei einem Kinder-Sozialprojekt in Südafrika über das Aushelfen im Seniorenheim in Peru zu der Mitgestaltung des Englischunterrichts an einer indischen Schule. Von kirchlichen Einrichtungen über das Friedenskorps bis hin zu Privateinrichtungen und Stiftungen kann man alles finden, was das Herz einer guten Seele schneller schlägen lässt. Bevor man sein Auslandsjahr als Zivildienst plant, muss man dessen Anerkennung als Zivildienst in Deutschland sicherstellen. Sein Auslandsjahr als soziales Jahr oder mit Freiwilligenarbeit zu verbringen kann eine lebensverändernde Erfahrung sein. Jedoch sollte man darauf aufpassen, dass man für die Freiwilligenarbeit nicht am Anfang draufzahlt und später kaum seinen Lebensunterhalt im Ausland bestreiten kann.

 

Sprachreise oder Sprachenjahr – Das Auslandsjahr der Sprache wegen

Eine Sprachreise oder ein Sprachenjahr ist besonders geeignet für diejenigen, die auch nach bestandenem Abitur noch nicht genug von der Schulbank haben. Von daher soll es auch im Auslandsjahr an eine Schule gehen - diesmal jedoch an eine Sprachschule. Das Auslandsjahr ist optimal dazu geeignet, seine Sprachkenntnisse zu verbessern und zu perfektionieren oder eine neue Sprache zu erlernen. Ob es nun Englisch in Sydney sein soll, Chinesisch in Shanghai oder Spanisch in Buenos Aires. Auch hier gibt es viele Anbieter, die mit tollen und flexiblen Angeboten locken. Zwar kann ein Sprachenjahr im Ausland etwas ins Geld gehen, jedoch ist man dann anderen auf dem Arbeitsmarkt ein großes Stück voraus. Denn Sprachkenntnisse werden von den Arbeitgebern immer gut honoriert. Auch eine Rundreise in verschiedene Kulturen, bei der man mindestens zwei bis drei Sprachen neu erlernt, wird als Spezial-Sprachenjahr immer beliebter. Danach ist man sprachentechnisch wirklich ein Global Player.

 

Schnupperstudium im Ausland – Schon im Auslandsjahr an die Uni?

Eine neue Variante des Auslandsjahres ist das sogenannte „University Gap Year“. Dabei handelt es sich um Programme von englischsprachigen Hochschulen, bei denen man seiner Entscheidungsfreude bei der Kurswahl freien Lauf lassen kann und erst einmal „wild drauf los studiert“. Nach dem Auffrischen der Sprachkenntnisse steht der Erwerb von Fachkenntnissen im Vordergrund. Oft studiert man Fächer aus dem eigenen Interessengebiet, die einem zur Wahl des späteren Studienfachs in Deutschland helfen sollen. Meistens folgt man dabei keinem festen Studiengang sondern studiert mehrere Fächer aus verschiedenen Kursen einer Hochschule. Damit ist man frei vom Stress der anderen Studenten aber kann gleichzeitig schonmal „Uni-Luft" schnuppern. Für denjenigen, der also noch nicht weiß wo es hingehen soll mit der akademischen Laufbahn, ist so ein „Gap Year“ an einer Uni für das Auslandsjahr definitiv eine gründliche Überlegung wert.


Fazit – Auslandsjahr eine bunte Mischung

Je nach persönlicher Situation, den eigenen Vorlieben aber auch dem Geldbeutel, kann ein Auslandsjahr vieles bieten. Da man keine direkte Unterstützung durch Auslands-Bafög oder Schüler-Bafög für das Auslandsjahr beantragen kann, ist für viele der erste Weg das Arbeiten als Au-Pair oder generell das Arbeiten im Ausland. Besonders beliebt sind dabei die "Work and Travel" Programme nach Australien, Neuseeland und Kanada. Denn sie erlauben es, sich etwas für die Reisekasse zu verdienen und gleichzeitig das Abenteuer Auslandsjahr zu genießen. Für denjenigen, der sich schon vorher etwas Geld zusammengespart hat oder sich auf seine Eltern verlassen kann, stehen auch Sprachkurse oder ein Schnupperstudium im Ausland zur Verfügung. Aber auch seinen Zivildienst im Ausland verbracht zu haben ist eine tolle Erfahrung für dein Auslandsjahr.

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