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Technische Informatik an der University of Twente Enschede in den Niederlanden studieren

Informationen über den Studiengang

Bachelor: 3 Jahre

Master: 2 Jahre

Weniger als 15 Jahre ist es her, da musste man in der Bank oder im Postamt geduldig vor dem Schalter warten, wenn man Geld abheben wollte. Und zwei Wochen später lag in der Post der Umschlag mit dem Kontoauszug. Heute zieht man sein Geld aus dem Automaten und bezahlt Rechnungen online. Und die Bank? Da kommt man kaum noch hin. Als Informatiker beteiligt man sich an dem Entwurf derartiger „intelligenter“ Systeme – für das Bank- und Transportwesen, für Internet- und Mobilfunkanbieter, für Vertriebszentren und Krankenhäuser; die Liste ließe sich noch fortsetzen. Absolventen dieser Studienrichtungen schaffen die technischen Voraussetzungen, machen sich Gedanken über die Vor- und Nachteile neuer Techniken und achten auf Aspekte wie Sicherheit und Datenschutz. Ganz kurz gesagt: Informatiker entwerfen hier und jetzt die Zukunft.

Hallo, ich bin Daniel Knippers aus dem zweiten Jahr technische Informatik. Computer und Technik sowie Mathe und logisches Denken haben mich schon immer interessiert. Wenn man ein Computerprogramm entwickelt, geht es nämlich nicht nur um eine funktionierende, sondern um die effiziente Programmierung. Dieser Studiengang passt durch die menschliche Seite und die technische Komponente perfekt zu mir! Ich habe mich für die Uni Twente entschieden, weil hier eine gemütliche Atmosphäre herrscht. Es gibt sehr viele Einrichtungen: ein kleines Einkaufszentrum, sehr viele Sportmöglichkeiten und ein Schwimmbad. Um den Friseur zu besuchen, muss man nicht in die Stadt fahren. Zusammen mit der Wahl für die interessante Wohnform in einer Studentenwohnung auf dem Campus war die Entscheidung, nach Twente zu gehen, genau richtig!“
Daniel Knippers, 2.Jahr

Technische Informatik an der Uni Twente

Als Student der technischen Informatik lernt man, wie technisch-wissenschaftliche Kenntnisse auf neue Systeme und Produkte übertragen werden. Man denkt auch über die Bedeutung der Automatisierung für die Gesellschaft nach. Den Studenten der Universität Twente macht es Spaß, den Dingen auf den Grund zu gehen und Lösungen zu entwickeln. Sie können testen und beweisen, ob und warum eine Sache funktioniert. Es geht um das Gesamtpaket: die Erstellung einer gründlichen Analyse des Problems und dessen systematische Lösung, um daraufhin Mensch und Maschine möglichst gut aufeinander abzustimmen. Wer sich nicht nur für die Möglichkeiten rasend schneller, intelligenter Anwendungen interessiert, sondern auch für die Menschen, für die sie gedacht sind, wird nicht lange zögern, sich für den Studiengang Technische Informatik zu entscheiden.

Das Bachelor-Studium

Im ersten Bachelor-Jahr lernen die Informatik-Studenten Basiskenntnisse. In den beiden darauffolgenden Bachelor-Jahren wird dieses Wissen weiterentwickelt. Als Informatiker modelliert man Probleme, Benutzer und deren Verhalten und überträgt diese Modelle auf intelligente Software- und Hardware-Lösungen. Man entwickelt Geräte und Programme, mit denen sich neue Anwendungen sicher, zuverlässig und wirksam unterstützen lassen. Um genau beschreiben zu können, wie sich solche „smart systems“ in der Praxis verhalten, benötigt man mathematische Kenntnisse sowie theoretische Kenntnisse auf dem Gebiet von Informationssystemen. Um wiederum die in der Beschreibung gemachten Feststellungen auf Hardware und Software, zu übertragen, sind computer- und programmiertechnisches Wissen sowie Kenntnisse in Bezug auf Computernetzwerke und Datenbanken erforderlich. Um den Benutzer wirklichkeitsgetreu in die Beschreibung aufnehmen zu können, muss man über die Wechselwirkung zwischen Mensch und Maschine Bescheid wissen. In der technischen Informatik wird die Bachelor-Phase mit einer wissenschaftlichen Forschungsaufgabe abgeschlossen.

Beispiele für Bachelor-Abschlussarbeiten

Bachelor-Abschlussarbeit Technische Informatik Videokonferenzen, das heißt Sitzungen, deren Teilnehmer sich an verschiedenen Orten aufhalten und miteinander über eine Videoleitung verbunden sind, sind subjektiv oft weniger angenehm, weil man die einzelnen Personen einander stets aus dem gleichen Blickwinkel und auf einem flachen Bildschirm sehen und nicht, wie dies sonst der Fall ist, direkte Blicke austauschen kann. Heutzutage kann mit dreidimensionalen Simulationsverfahren eine viel realistischere Situation geschaffen werden. Das allerdings erfordert leistungsfähige Rechen- und Zeichenprogramme, die in der Lage sind, einen menschlichen Kopf mit Augenaufschlag und Mundbewegung detailliert und in extrem kurzer Zeit zu analysieren und wiederzugeben.

Themen anderer Abschlussarbeiten waren Probleme bei der Suche nach Informationen im Internet, der Bau von Web-Systemen, mit denen der Benutzer bei der Auswahl aus einer Vielzahl von Angeboten wie Urlaubsreisen oder Immobilien unterstützt wird, die Feststellung der Identität bei Benutzern bestimmter Dienste im Internet sowie die Kontrolle von Computerprogrammen auf Fehlerfreiheit.

Das Master-Studium

Mit dem Bachelor-Diplom der Technischen Informatik in der Tasche hat der Student Zugang zu einer Reihe von Master-Studiengängen, in denen er sein Wissen in der von ihm gewünschten Richtung vertiefen kann.

Berufliche Perspektiven

Bei Transportunternehmen oder im Gesundheitswesen, aber auch in der Musik und der Landwirtschaft herrscht großer Bedarf an Systemen, die die Arbeit einfacher und effizienter machen. Dem Informatiker eröffnet sich ein weites Arbeitsfeld, nicht zuletzt deshalb, weil er einen sehr jungen Wissenschaftszweig studiert hat.

Die wilden Jahre der Informatik sind vorbei, die Seifenblase des Internets – als Schüler mit Computerhobby reich wurden, indem sie Internetauftritte entwarfen – ist geplatzt. Die Gesellschaft braucht innovative Ingenieure, die auf der Grundlage akademischer Fähigkeiten neue Produkte oder Prozesse entwickeln können. Das ist es, was die Studenten künftig sein werden. Sie entscheiden selbst, ob sie Forscher oder Konstrukteur werden möchten, Projektleiter, Berater oder Dozent. Und sie können wählen, ob sie bei einem multinationalen Konzern arbeiten, ganz im Gegenteil selbst ein Unternehmen gründen oder einen Mittelweg gehen wollen. Die Welt steht ihnen offen; ihnen gehört die Zukunft.

Aufbaustudien

Alternativ haben die Studenten auch die Möglichkeit, die Ausbildung fortzusetzen, etwa indem sie sich um eine Stellung als Doktorand bewerben. Sie führen dann eine vierjährige wissenschaftliche Arbeit zur Erstellung einer Dissertation aus und erwerben damit den Doktortitel.

Innovation Award

2004 gewann das in Twente durchgeführte „Pilotprojekt drahtlose Krankenpflege“ einen Preis in dem Wettbewerb „European Regional Innovation Award“. Im Rahmen dieses Projekts wird seit 2003 an der Verbesserung der Kommunikation zwischen Gemeindekrankenpflegern und Ärzten gearbeitet.

Gemeindekrankenpfleger in der Stadt Enschede werden mit einem tragbaren Computer und einer Kamera ausgestattet. Am Laptop ist ein Programm installiert, mit dem sich eine Videoverbindung zu dem Krankenhaus herstellen lässt; das Programm zeigt, an welcher Stelle sich die Haus- oder Fachärzte aufhalten und ob sie für dringlichen Rat zur Verfügung stehen. In diesem Fall können die Bilder des Patienten, auf denen etwa die Heilung einer Verletzung zu sehen ist, dem Arzt direkt vorgelegt werden. Darüber hinaus können Bilder in der elektronischen Patientenakte des Patienten gespeichert werden. Die gesamte Datenübertragung erfolgt über eine drahtlose Breitband-Internetverbindung, wodurch das System überall in Enschede funktioniert. Der technische Fortschritt im Gesundheitswesen steht jedoch erst am Anfang; es gibt noch viel zu tun.

Anmeldung

Die Anmeldung für dieses Bachelor-Studium erfolgt über www.studielink.nl, wo man die Studienbezeichnung „Technische Informatica“ (Technische Informatik) wählt.

Weitere Informationen zum Studium in den Niederlanden an der University of Twente

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