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Industrielles Produktdesign an der Saxion Fachhochschule Enschede in den Niederlanden studieren

Allgemeine Informationen

Das Entwerfen von neuen Produkten ist ein komplexer Prozess. Entwicklung und Produktion sind heutzutage nicht mehr an einen Platz gebunden und Produkte werden ständig erneuert. Als industrieller Produktdesigner musst du dir darum stets im Klaren darüber sein, wer der Kunde ist und auf welche Art und Weise er das Produkt gebrauchen wird. Auf Basis dieser Informationen bestimmst du, welche Funktion ein Produkt erfüllen muss, aus welchem Material es hergestellt wird und welche Form, Farbe und Oberfläche es haben soll. Du achtest dabei auf Sicherheits- sowie Umweltaspekte und sorgst dafür, dass das Produkt gut konstruiert ist. Außerdem solltest du den Preisrahmen im Auge behalten und sicherstellen, dass das Design und die weiteren Eigenschaften des Produkts in die Strategie deines Auftraggebers passen. Die Verpackung darf beim Entwurf natürlich auch nicht fehlen. Darüber hinaus beschäftigst du dich mit der Frage, wie und wo ein Produkt am besten produziert werden soll und welche Möglichkeiten es letztendlich im Bereich Recycling bietet. Falls du dich als kreativer Kopf gerne auf die Bereiche Technik und Entwerfen konzentrieren möchtest und du außerdem Interesse an Ergonomie, Betriebswirtschaft und Kommunikation hast, dann ist dieser Studiengang das Richtige für dich!

 

Inhalt und Aufbau Industrielles Produktdesign  Studium

Zu Beginn deines Studiums stehen viele allgemeine Fächer wie Mathematik, Konstruktionstechnik, Maschinenbau und Mechanik auf dem Lehrplan. Daneben lernst du auch noch fachspezifische Dinge wie Produktanalyse, Handzeichnen, Computerzeichnen, Ergonomie, Marketing und Betriebswirtschaft. Natürlich wirst du auch in kreativen Fächern wie Formgebung/Design, Konzeptentwicklung, räumliches Zeichnen und Präsentationstechniken unterrichtet. Du lernst, mit den wichtigen Computerprogrammen für Designer wie Autocad, Illustrator, Photoshop, 3D-Studio Max und Mechanical Desktop umzugehen.

 

Ungefähr die Hälfte deiner Studienzeit feilst du in Projektgruppen an Entwürfen. So arbeitest du von Anfang an kreativ und lernst die verschiedenen Phasen des Entwurfprozesses kennen. Um schon während des Studiums mit der späteren Berufswelt in Berührung zu kommen, absolvierst du im dritten Jahr deines Studiums zwei fünfmonatige Praktika in Entwicklungsabteilungen von Unternehmen oder bei Designbüros. Hier arbeitest du an einem echten Entwurf mit.

 

Im vierten Jahr deines Studiums spezialisierst du dich, indem du eines der vier Minorprogramme wählst:

 

  • Innovation und Unternehmen

Hier beschäftigst du dich mit der Organisation des Produktentwickelns. Arbeit in Projekten, verschiedene Prozesse und kostenbewusstes Design sind Punkte, mit denen du dich beschäftigst. Außerdem lernst du die Welt von Marketing und Kommunikation kennen.

 

  • User Centred Design

In diesem Schwerpunkt steht die Interaktion zwischen Mensch und Produkt zentral. Du lernst, Untersuchungen nach Konsumentenverhalten auszuführen, deine Entwürfe auf spezielle Zielgruppen zu richten und umweltbewusst zu arbeiten.

 

  • Design und Visualisierung

Du spezialisierst dich auf Design und Konzeptentwicklung. Außerdem lernst du mehr über Formenlehre und Designtheorie, ebenso wie Präsentations- und Visualisierungstechniken. Hierzu gehören neben virtuellen Anwendungen auch Modellbau und das Konstruieren von Prototypen.

 

  • Materialien und Produktionsprozesse

Bei dieser Spezialisierung steht die bewusste Wahl des Materials im Vordergrund. Außerdem lernst du, Anforderungen der Benutzerfreundlichkeit und des Marketings in deinen Entwurf zu integrieren. Dein Studium schließt du mit einer Bachelorarbeit ab, in deren Rahmen du wieder in einem Unternehmen oder Designbüro arbeitest und ein Produkt entwirfst.

 

Berufsperspektiven

Nach deinem Studium erfüllst du eine Mittelpunktsfunktion im Entwurfsprozess. Du bist sowohl für den Beginn eines Produktentwurfs zuständig als auch für die Phasen, die darauf folgen. Du begleitest den Entwicklungsprozess und sorgst für ein optimales Endresultat. Die Frage nach Ingenieuren mit solch einer breiten Ausbildung nimmt auf nationaler und internationaler Ebene zu. Du hast nach deinem Abschluss die Möglichkeit, bei Ingenieurbüros oder Entwurfabteilungen von mittelgroßen und großen Betrieben zu arbeiten. Außerdem kannst du verwandte Funktionen ausfüllen, beispielsweise als technischer Projektleiter, Produktmanager oder als Leiter der Produktentwicklung. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, ein eigenes Ingenieurbüro aufzumachen. Die Basis dafür legst du während deines Studiums.

 

Abschlüsse

Im Studiengang Industrielles Produktdesign erwirbst du den modernen Fachhochschulabschluss „Bachelor of Engineering“. Dieser Abschluss bietet dir in vielen Ländern attraktive Arbeitsperspektiven.

 

Zugangsvoraussetzung

Studieninteressierte aus Deutschland müssen die Fachhochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) vorweisen. Unter gewissen Umständen können vorherige (Berufs-) Ausbildungen zu einer Studienzeitverkürzung führen. Außerdem ist es erforderlich, zu Beginn des Studiums die niederländische Sprache auf dem Sprachniveau A2-B1 zu beherrschen. Der dreiwöchige Sommersprachkurs der Saxion Fachhochschulen bildet für dieses Niveau aus. Mehr Informationen zu diesem Thema findest du auf www.saxion.de.

 

Sprache an der Saxion

Der Studiengang Industrielles Produktdesign wird in niederländischer Sprache angeboten. Wenn du noch kein Niederländisch sprichst, ist es notwendig, vor Studienbeginn einen dreiwöchigen Intensivsprachkurs zu absolvieren. Das Bestehen des abschließenden Tests (Nachweis des Sprachniveaus A2-B1) ist Voraussetzung für deine Immatrikulation. Während des ersten Studienjahres gibt es zusätzlich begleitende Sprachkurse, die dich bis zum Sprachniveau B2 ausbilden.

Die Teilnahme am Sommersprachkurs ist mit Kosten verbunden. Auf unserer Internetseite www.saxion.de findest du eine Übersicht über die Kosten und Termine, sowie Informationen zum Anmeldeverfahren.

 

Finanzielles

An allen Fachhochschulen und Universitäten in den Niederlanden müssen Studiengebühren bezahlt werden. Es gibt jedoch zahlreiche Möglichkeiten diese zu bezahlen oder sogar Vergütungen zu erhalten. Wie hoch die aktuellen Studiengebühren für Industrielles Produktdesign sind, kannst du beim Service-Büro Deutschland erfragen. Für das Studienjahr 2012/2013 betragen sie 1.771 Euro. Neben Studiengebühren musst du mit weiteren Kosten für Bücher, Notebook (verpflichtend) und Studienmaterial rechnen. Ausführliche Informationen zum Thema deutsches Auslands-BAföG, Bildungskredite, Studienfinanzierung usw. findest du unter www.saxion.de.

 

Weitere Informationen zum Studium in den Niederlanden und speziell zu diesem Studiengang   

 

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