Studium in der Schweiz – Allgemeine Infos zum Schweiz-Studium

- Studium in der Schweiz
Die Schweiz zählt alles in allem 77 Fachhochschulen und 12 Hochschulen. Daneben gibt es noch eine Handvoll recht bekannter Hotelfachschulen und privater Colleges in der Schweiz. Im Jahr 2006 wurden knapp 9.000 deutsche Studenten in der Schweiz gezählt. Damit liegt die Schweiz noch vor den USA als viertbeliebtestes Studiumsland der Deutschen auf einem vorderen Tabellenplatz. Man muss dazu aber auch sagen, dass das Studium in der Schweiz besonders in den süddeutschen Grenzregionen beliebt ist. Die Studiengebühren sind noch relativ moderat, können jedoch schon etwas mehr als in Deutschland betragen. In der näheren Vergangenheit ist dadurch aber die Schweiz trotzdem nicht unbeliebter geworden. Außer den Reizen der Natur erliegen also auch immer mehr Deutsche den Reizen des Studiums in der Schweiz. Wie du dein Studium in der Schweiz zum Erfolg machen kannst, findest du hier auf unseren Infoseiten.
Zulassung zum Studium in der Schweiz – Bewerbungs- und Einschreibungsverfahren
Um in der Schweiz zu studieren, kannst du dich direkt bei deiner Wunschhochschule bewerben und relativ schnell vor Ort auch einschreiben. Dabei benötigst du nur dein Abitur- oder Fachabiturzeugnis, falls es an eine Fachhochschule gehen soll. Daneben benötigst du meist noch eine Ausweis- oder Reisepasskopie und ein paar Passfotos. Je nach Hochschulrektorat oder Studiengangsleitung an den Fachhochschulen kommt dann eben noch ein Auswahltest auf dich zu. Außer du möchtest im französisch- oder italienischsprachigen Teil der Schweiz studieren, benötigst du natürlich keinen Sprachnachweis. Leider kann man in der Schweiz nur in Ausnahmefällen Medizin studieren, und auch dann eigentlich nur wenn man schon in Deutschland zugelassen wurde. Jedoch musst du nicht über eine ZVS-ähnliche Stelle gehen, denn die Schweizer Hochschulen bestimmen großteils selbst über die Studienanfänger. Jedoch studieren in der Schweiz auch knapp 20 Prozent Ausländer. Die Studiengebühren sind, Gott sei dank, nicht allzu hoch, doch die etwas höheren Kosten für Wohnen und Leben sollte man bei der Finanzierung seines Studienaufenthaltes in der Schweiz schon einplanen. Was jedoch wirklich sehr teuer kommen kann ist das Studium an privaten Hochschulen oder Hotelfachschulen in der Schweiz.
Ein Studium in der Schweiz – Was kostet's und wer soll's bezahlen?
An Schweizer Hochschulen gibt es schon seit längerem Studiengebühren. Man muss mit Gebühren zwischen 650 und 1.500 Euro pro Studienjahr rechnen. Eine italienischsprachige Hochschule jedoch erhebt derzeit Studiengebühren von knapp 5.000 Euro.
Bei Kosten für Leben und Wohnen jedoch ist die Schweiz bei weitem nicht mehr so günstig wie Deutschland. Je nach Lage der Wohnung und den eigenen Lebensstandards solltest du mit umgerechnet etwa 1.000 bis 1.200 Euro rechnen. Die reinen Wohnungskosten kommen dabei auf ca. 400 Euro. Die Hochschulen helfen dir aber auch gerne bei der Suche nach günstigeren Unterkünften. Natürlich kommt es dann auch noch ganz auf deine eigenen Gewohnheiten an und wie du dein Leben gestaltest, aber auch dafür solltest du mehrere Hundert Euro einrechnen. Ein Visum und eine langfristige Aufenthaltsgenehmigung benötigt man als Deutscher für das Studium in Schweiz seit dem Beitritt der Schweiz zum Schengenraum Ende 2008 jedoch nicht mehr. Man kann sich auch einen Nebenjob zur Uni suchen. Auch die Kosten (monatlich oder jährlich) für eine Auslandskrankenversicherung sollten noch mit kalkuliert werden. Das dürften so ziemlich alle finanziellen Aspekte deines Studiums in der Schweiz sein.
Eine beliebte Möglichkeit das Studium in der Schweiz zu finanzieren stellt das Auslands-Bafög dar. Dies kannst du in der Schweiz voll für das ganze Studium einsetzen. Aber auch andere Optionen wie Bildungsfonds oder Bildungskredite solltest du nicht ganz außer acht lassen. Denn diese Privatprodukte sind zwar nicht immer die erste Wahl, können aber auch helfen. Daneben solltest du dich auch umsehen, ob du aus der Schweiz oder von der Hochschule noch ein Stipendium ergattern kannst.
Was studiert man am besten in der Schweiz? Wie lange dauert es? Und wird das Studium anerkannt?
Deutsche in der Schweiz studieren, ähnlich wie im Nachbarland Österreich, besonders gerne Wirtschafts-, Rechts- oder Sozialwissenschaften. Besonders häufig darunter sind die Wirtschaftswissenschaften. Dicht gefolgt sind diese Fächer jedoch von Mathematik, Naturwissenschaften und Ingenieurwesen. Die letztere Gruppe kommt bei deutschen Studenten in Österreich nicht so häufig vor.
Der Bachelor wird in der Schweiz je nach Fach nach einer Studienzeit von drei, in einigen Ausnahmefällen vier Jahren, vergeben. Nur im Medizinbereich kannst du mit Studiengängen von bis zu 6 Jahren rechnen. Nur dafür sind die Plätze meist eben für Schweizer reserviert.
Trotz der Nähe und der meist gleichen Sprache, solltest du schon von Beginn an klären, ob das jeweilige Studium in der Schweiz auch in Deutschland anerkannt wird. Eigentlich stellt ein Studium in der Schweiz kein großes Anerkennungsproblem dar. Jedoch musst du bei einigen Privathochschulen oder Hotel Management Schools nachfragen, ob das Studium auch in Deutschland anerkannt wird. Dies wäre jedoch nur dann wichtig, wenn du später einen sog. „geschützten Beruf“ wie Arzt, Rechtsanwalt, Dolmetscher, Architekt, Chefkoch oder einen Heilberuf in Deutschland ergreifen möchtest. Du findest aber die meisten Informationen zu den in Deutschland anerkannten staatlichen und privaten Hochschulen aus der Schweiz auf der Informationswebseite www.anabin.de, wo es zudem auch noch eine Liste aller Zertifizierungsstellen in Deutschland gibt.
Studium in der Schweiz - Fazit
Seit mehreren Jahren ist nun schon eine richtige Wanderbewegung zwischen Deutschland und der Schweiz feststellbar. Die deutschen Studenten zieht es auch ohne große Werbung der Schweizer Hochschule automatisch dorthin. Seit 2001 hat sich dieser Trend sogar noch verstärkt. Und noch ist auch kein Ende dieses Trends in Sicht. Auch aufgrund der eigentlich unerwarteten Internationalität des Studiums in der Schweiz sollte man sich den Schritt über die Grenze überlegen. Die Schweizer Hochschulen haben auch einen recht guten Ruf weltweit. Aus all diesen Gründen macht daher ein Studium in der Schweiz schon Sinn.













