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Studium in Österreich – Allgemeines zum Österreich-Studium

Studium in Österreich
Studium in Österreich

In Österreich gibt es insgesamt 22 Fachhochschulen, 21 staatliche Hochschulen und 12 Privatuniversitäten. Mit derzeit knapp 15.000 deutschen Studenten gehört Österreich seit Jahren zu den drei beliebtesten Ländern von deutschen Studenten im Ausland. Es liefert sich damit ein Wettrennen um Platz eins mit den Niederlanden und Großbritannien. Obwohl sicher die Nähe zu Süddeutschland dort auch den Ausschlag gibt. Seit kurzem gibt es in Österreich außerdem keine Studiengebühren mehr. Darum ist ein Studium in Österreich jetzt sogar noch um einiges attraktiver als vor wenigen Jahren. Neben dem Urlaubsaufenthalt solltest du dir also gut überlegen, ob Österreich nicht sogar ein ganzes Studium wert sein sollte. Die Faktoren eines Österreich-Studiums, die du zur Planung deines Aufenthaltes bedenken musst, findest du hier auf unseren Infoseiten.


Zugang zum Studium in Österreich – Bewerbungsverfahren ähnlich wie in Deutschland

Um in Österreich zu studieren, kannst du dich normalerweise direkt bei der Hochschule bewerben und musst nicht über eine ZVS-ähnliche Stelle gehen. Bei den Fachhochschulen musst du dich bei der jeweiligen Leitung eines Studiengangs bewerben, denn dort herrschen meist engere Auswahlkriterien. Denn die österreichischen Fachhochschulen bestimmen großteils selbst über die Bewerber. In bestimmten Fächern gilt auch eine Ausländerquote von mehreren Prozent. Darunter fallen vor allem medizinische Studiengänge. Aber auch für Fächer wie Betriebswirtschaft oder Publizistik herrschen strengere Zugangskontrollen. Dazu brauchst du natürlich neben dem Bewerbungsbogen dein deutsches Abitur oder Fachabitur. Die Anerkennung des Abitur oder Fachabitur ist aber dank eines Abkommens zwischen Deutschland und Österreich geregelt. Daneben benötigst du meist noch eine Ausweis- oder Reisepasskopie und ein paar Passfotos. Je nach Hochschul-Rektorat oder Studiengangsleitung an den FHs kommt dann eben noch ein Auswahlverfahren oder ein Test auf dich zu. Die Studiengebühren sind zwar kein Problem mehr, doch die teilweise etwas höheren Lebenshaltungskosten sollte man bei der Finanzierung seines Studienaufenthaltes in Österreich mit bedenken. Nur wer privat studiert, muss natürlich mit einigen Tausend Euro an Studiengebühren rechnen.


Ein Studium in Österreich – Was soll das kosten?

An österreichischen Hochschulen gibt es seit Anfang 2009 für das Bachelorstudium keine Studiengebühren mehr. Bis 2009 galten noch Gebühren von etwas über 300 Euro pro Semester. Aber diese sind inzwischen abgeschafft worden. Daher braucht man sich bei den Studiengebühren in Österreich vorerst also keine Sorgen zu machen.

 

Bei Kosten für Leben und Wohnen solltest du in Österreich jedoch schon zwischen 650 und 800 Euro pro Monat mit einrechnen. Darunter machen die reinen Wohnungskosten ca. 300 Euro insgesamt aus. Oft helfen dir aber die Hochschulen bei der Wohnungssuche. Das Studium selbst kostet in etwa 250 Euro pro Monat, wobei damit auch schon Kosten für Ausgehen und Kultur mit berechnet sind. Ein Visum und eine Aufenthaltsgenehmigung benötigt man als Deutscher für das Studium in Österreich natürlich nicht. Neben der Uni zu jobben ist selbstverständlich auch machbar. Eine Krankenversicherung fürs Ausland, die sich immer empfiehlt, sollte man schon in Deutschland mitnehmen. Und damit solltest du eigentlich deine Finanzen in Österreich ganz gut im Griff haben, denn an viel mehr brauchst du nicht zu denken.


Über die Lebenshaltungskosten in Österreich sollte man jedoch sagen, dass sie, je nach Ort oder Region ein kleines Stück höher sein können als in Deutschland. Für dein Studium und die monatlichen Zusatzkosten bekommst du aber auch viel Information von deiner Wunschhochschule.


Was studiert man am besten in Österreich? Wie lange dauert es? Und wird das Studium anerkannt?

Deutsche in Österreich studieren besonders gerne Wirtschaft, Recht oder Soziales gefolgt von Kultur- und Sprachwissenschaften sowie Sport und ganz klar auch Medizin. Kunst, Mathematik und Ingenieurwesen stehen etwas weiter hinten auf der Fächerliste der Deutschen in Österreich.


Deinen Bachelor bekommst du in Österreich je nach Hochschule und Fach nach drei, in einigen Ausnahmefällen vier Jahren. Nur in wenigen Fächern wie etwa der Medizin dauert das Studium in Österreich fünf oder sogar sechs Jahre.


Trotz der Nähe und der gleiche Sprache, gibt es in einigen wenigen Fällen mit der Anerkennung des Studiums in Deutschland Probleme. Dies gilt aber eigentlich nur für einige wenige unakkreditierte Privathochschulen. Das Studium in Österreich wird ansonsten praktisch immer anerkannt. Dies ist unter anderem auch der Fall wegen des European Credit Transfer Systems (ECTS), mit dem europäische Hochschulen Leistungen aus dem Ausland anerkennen. Aber wichtig ist die Anerkennung dennoch dann wenn du später einen sog. „geschützten Beruf“ wie Arzt, Rechtsanwalt, Dolmetscher, Architekt oder anderes in Deutschland ausüben möchtest. Du findest aber die meisten Informationen zu den in Deutschland anerkannten staatlichen und privaten Hochschulen aus Österreich auf der Informationswebseite www.anabin.de, wo es zudem auch noch eine Liste aller Zertifizierungsstellen in Deutschland gibt.


Studium in Österreich - Fazit

Seit der Abschaffung der Studiengebühren Anfang 2009 erwarten die Hochschulen und Fachhochschulen Österreichs ein wahre Deutschenflut. Seit 2001 hat sich dieser Trend jedes Jahr wieder bestätigt. Nun gilt es abzuwarten, wie viele Deutsche in den nächsten Jahren nach Österreich strömen werden. Doch aufgrund seiner Nähe und der Offenheit gegenüber ausländischen Studenten ist Österreich seit längerem äußerst attraktiv für deutsche Studenten. Auch die Qualität des Studiums in Österreich überzeugt viele Deutsche. Aus all diesen Gründen und einigen mehr macht daher ein Studium in Österreich natürlich viel Sinn.

 

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