Sprechwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg studieren
Informationen über den Studiengang
Die Sprechwissenschaft befasst sich mit spezifischen Aspekten der Sprech-, Hör- und Verstehenstätigkeit. Sie ist eine empirisch- theoretische und zugleich anwendungsorientierte Disziplin mit den Teildisziplinen sprechwissenschaftliche Phonetik, rhetorische Kommunikation, sprechkünstlerische Kommunikation, Störungen der Sprech- und Hörprozesse (Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen) sowie Sprechbildung und Sprecherziehung.
Das Studium der Sprechwissenschaft dient
- der Vermittlung fachwissenschaftlicher Kenntnisse in allen Teildisziplinen und wichtiger angrenzender Wissenschaftsgebiete sowie der Befähigung zur kritischen Auseinandersetzung mit den fachlichen Grundlagen und zu deren Weiterentwicklung;
- der Vermittlung didaktisch-methodischer Kenntnisse sowie der Ausbildung von sprecherzieherischer, rhetorischer, sprechkünstlerischer und therapeutischer Handlungskompetenz;
- der Vermittlung forschungsmethodologischer Kenntnisse sowie der Entwicklung von Fähigkeiten zur selbstständigen wissenschaftlichen Arbeit.
Diese Studienziele können durch das Master-Studienprogramm Sprechwissenschaft (MA Sprechwissenschaft) vertieft und erweitert werden.
Praktika
Die vorgesehenen Praktika umfassen insgesamt 20 LP (600 Stunden Arbeitsaufwand). Pflicht ist ein Praktikum im Bereich der Therapie von Stimm- und Sprachstörungen (10 LP). Aus den Bereichen Sprechkunst (5 LP), Phonetik (5 LP), Sprechbildung (5 LP) und Rhetorik (5 LP) sind wahlobligatorisch zwei weitere Praktika zu absolvieren.
Fachspezifische Schlüsselqualifikationen
Das Modul zur fachspezifischen Schlüsselqualifikation teilt sich in zwei Teilmodule (insges. 10 LP) im ersten und zweiten Semester und beinhaltet folgende Lehrveranstaltungen: Einführung in die Sprechwissenschaft, Transkription, Sprechdenkübungen, Physiologie des Sprechens und Hörens, Sprachentwicklung und Gesprächsübungen.
Fachspezifische Berufsfelder
sind u.a.
- Stimm-, Sprech- und Kommunikationstraining in der Ausbildung für sprechintensive Berufe (an Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen sowie in anderen Formen der beruflichen Aus- und Fortbildung);
- Diagnostik und Therapie von Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen (unter Einschluss der Schluckstörungen und der Hörtherapie nach Cochlea-Implantation) in Rehabilitationskliniken, in freier Niederlassung, in Abteilungen für Phoniatrie und Pädaudiologie und im sprecherzieherischen Tätigkeitsfeld;
- rhetorische Unterweisung in Fortbildungs- und Qualifizierungsveranstaltungen staatlicher, öffentlich-rechtlicher und freier Bildungsträger (berufliche Fortbildung in Behörden, in der Wirtschaft, in den elektronischen Medien, bei Verbänden usw.);
- Tätigkeit in Theorie, Praxis und Methodik bei der Aus- und Weiterbildung an künstlerischen Lehreinrichtungen und Institutionen;Tätigkeit in Theorie, Praxis und Methodik bei der Aus- und Fortbildung von Pädagogen und Erziehern;
- wissenschaftlich-praktische Tätigkeit in Redaktionen der elektronischen Medien;
- Tätigkeit in Theorie, Praxis und Methodik im Bereich Deutsch als Fremdsprache;
- sprechwissenschaftliche Forschungstätigkeit an wissenschaftlichen Einrichtungen;
- sprechwissenschaftliche Forschungstätigkeit in Industrie und Wirtschaft.
Die Bachelor-Arbeit
Die Bachelor-Arbeit wird in der Regel im 6. Semester geschrieben und mit einer mündlichen Prüfung (Verteidigung) abgeschlossen.
Abschluss
Bachelor of Arts Sprechwissenschaft (BA Sprechwissenschaft)
Der Studienbeginn
Wintersemester (im Oktober eines jeden Jahres)
Die Regelstudienzeit
6 Semester
Ein zusätzliches Auslandssemester wird empfohlen.
Studienvoraussetzungen
Voraussetzung zum Studium ist die allgemeine oder einschlägig fachgebundene Hochschulreife oder ein durch Rechtsvorschrift oder von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkanntes Zeugnis.
Laut Hochschulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt haben auch besonders befähigte Berufstätige ohne Hochschulzugangsberechtigung die Möglichkeit, über die Teilnahme an einer Feststellungsprüfung die Studienberechtigung für den Studiengang zu erlangen.
Für das Studium im Bachelor-Studienprogramm Sprechwissenschaft (180 Leistungspunkte) an der Martin-Luther-Universität ist neben einer anerkannten Hochschulzugangsberechtigung (in der Regel Abitur) die besondere Eignung nachzuweisen. Dieser Nachweis wird durch das Ablegen einer Eignungsprüfung erbracht. Sie dient der Feststellung der besonderen stimmlichen, sprecherischen und perzeptiven Fähigkeiten der Bewerberin/ des Bewerbers, die für dieses Studium erforderlich sind. Zusätzlich muss ein phoniatrisches Gutachten vorgelegt werden, welches nicht älter als 6 Monate ist und keinen pathologischen Befund ausweist.
Das Bewerbungs- und Zulassungsverfahren
Für das Bachelor- Studienprogramm Sprechwissenschaft besteht zur Zeit eine universitätsinterne Zulassungsbeschränkung.
Weitere Informationen zum Studium an der MLU und speziell zu diesem Studiengang
- auf dem Hochschulportrait der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg
- oder auf der Homepage der MLU














