Romanistik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg studieren
Informationen über den Studiengang
Ziel der Studienprogramms BA 180 Romanistik ist es, den Studierenden eine intensive Einarbeitung in Wesen und Spezifika der Sprache, Literatur und Kultur Frankreichs, Italiens sowie Spaniens und Lateinamerikas zu ermöglichen. Die dabei erworbenen Kenntnisse und sprachpraktischen Fertigkeiten sollen den Zugang zu Berufsfeldern eröffnen, deren Anforderungen im Schnittfeld von Sprache, interkultureller bzw. kulturvermittelnder Kompetenz und Fertigkeiten im Umgang mit Texten liegen. Berufsfelder eröffnen sich in den Bereichen Kultur, Politik und Wirtschaft, z.B. Verlagswesen und Medien, Bildungs- und Kulturinstitutionen sowie Öffentlichkeitsarbeit.
Das Studienprogramm BA 180 Romanistik für drei romanistische Sprachdomänen
Im Studiengang BA 180 Romanistik wählt der/die Studierende Französisch, Italienisch oder Spanisch als erste Sprachdomäne. Abhängig von dieser Wahl sind folgende Sprachenfolgen möglich: Französisch - Italienisch - Spanisch, Spanisch - Französisch - Italienisch und Italienisch - Französisch - Spanisch. Die folgende Übersicht stellt das Studium der drei Sprachdomänen (als ‚Sprachen' bezeichnet) einschließlich der allgemeinen Schlüsselqualifikationen (ASQ) und der Fachspezifischen Schlüsselqualifikationen (FSQ) dar.
Basismodule
Einführung in kulturwissenschaftliches Arbeiten, Themen und Formen des kulturellen Gedächtnisses, Kulturkontakt, mit exemplarischen Beispielen aus der jeweiligen Zielkultur. Einführung in literaturwissenschaftliches Arbeiten. Literatur- und Textbegriff, Grundkenntnisse von Analyse und Interpretation, Eckdaten der Literaturgeschichte. Einführung in sprachwissenschaftliches Arbeiten und die Teildisziplinen der Sprachwissenschaft. Gliederung der Romania, Variation der Zielsprache und Grundzüge ihrer Geschichte.
Aufbaumodule
Module zur Kulturgeschichte der Zielkultur - in Hispanistik unter Einbeziehung der lateinamerikanischen Kulturen; zu Kultur und Gesellschaft der Gegenwart, zu Kulturkontakt und Kulturvergleich. Module zu den großen Literaturepochen (ältere und mittlere Literatur der Zielsprache, neuere Literatur - in Hispanistik unter Einbeziehung lateinamerikanischer Literaturen) sowie zu Analyse und Interpretation von literarischen Texten. Module zur Sprachgeschichte der Zielsprache, zur Sprachsystematik (Phonologie, Morphologie, Semantik, Syntax, Text) und zur Sprachverwendung (Sprachvarianten, Sprechakte, etc.).
Module Sprachpraxis
Die sprachpraktischen Module dienen der Förderung der Grundfertigkeiten Hörverstehen, Sprechen, Leseverstehen, Schreiben, Übersetzen und orientieren sich am Europäischen Referenzrahmen. Das Modul III S zielt auf den Erwerb einer fachsprachlichen Kompetenz in den angestrebten Berufsfeldern ab.
Fachspezifische Schlüsselqualifikationen
Schüsselqualifikationen für die fachwissenschaftliche Ausbildung (Recherchemethoden, Verarbeitungsstrategien, Präsentationsformen) werden in den Basismodulen vermittelt. Strategien für das Verhalten in der interkulturellen Praxis werden im Modul Interkulturelle Schlüsselqualifikationen erworben.
Studentischer Arbeitsaufwand und Leistungspunkte als Grundlage
Die Planung der neuen Studienprogramme beruht auf einer Schätzung des studentischen Arbeitsaufwands. Dabei werden jeweils 30 Stunden Arbeitsaufwand in einem Leistungspunkt (LP) zusammengefasst. Berücksichtigt werden sowohl die Teilnahme an Lehrveranstaltungen (als Kontaktstudium bezeichnet) als auch der Aufwand bei der Vor- und Nachbereitung des Stoffs und bei der Erstellung von mündlichen Präsentationen, Hausarbeiten sowie die BA-Arbeit.
Das Konzept der Modularisierung
Module sind die Bausteine eines Studienprogramms. Sie sind inhaltlich und zeitlich abgeschlossene Lehr- und Lerneinheiten und umfassen nicht nur die Lehrveranstaltungen, sondern auch den damit in Zusammenhang stehenden Arbeitsaufwand (s.o.). Jedes Modul schließt mit einer Prüfung ab, die bestanden werden muss.
Studienbegleitende Prüfungen
Modulprüfungen können u.a. die Form von Klausuren, mündlichen Prüfungen, Referaten oder schriftlichen Hausarbeiten haben. Dabei gehen alle in den fachwissenschaftlichen Aufbaumodulen erreichten Leistungen in die Note des BA-Zeugnisses ein, außerdem die Note der BA-Arbeit. In der Sprachpraxis zählen in der 1. und 2. Sprache die Module III und III S, in der 3. Sprache das Modul II.
Der Studienabschluss
Bachelor of Arts
Der Studienbeginn
jeweils zum Wintersemester
Die Regelstudienzeit
6 Semester
Studienvoraussetzungen
Es gelten die gesetzlich vorgeschriebenen allgemeinen und besonderen Studienvoraussetzungen (allgemeine Hochschulreife). Für Französisch als erste oder zweite Sprache ist der Nachweis ausreichender Französischkenntnisse nötig. Dieser Nachweis wird erbracht durch die Durchschnittsnote 11 Punkte im Fach Französisch in den letzten beiden Schuljahren bzw. den Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an „DELF 1er Degré" oder den Nachweis von UNICERT I oder durch ein sonstiges Zeugnis, das Sprachkenntnisse mindestens auf Niveau A 1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen bescheinigt.
Ausgenommen aus diesen Regelungen sind Studienbewerber mit französischer, ausländische Studienbewerber der vom Institut für Romanistik anerkannten Austauschprogramme mit Frankreich und Studienbewerber, die in einem französischsprachigen Land als ordentliche Studierende mindestens zwei Semester erfolgreich studiert haben.
Das Studium des Italienischen und des Spanischen im Rahmen des BA 180 Romanistik kann ohne Sprachvorkenntnisse begonnen werden.
Bewerbungs- und Zulassungsverfahren
Die Entscheidung über Zulassungsbeschränkungen wird zu jedem Wintersemester neu getroffen. Zurzeit unterliegt der Studiengang Romanistik BA 180 keiner Zulassungsbeschränkung (kein NC).
Weitere Informationen zum Studium an der MLU und speziell zu diesem Studiengang
- auf dem Hochschulportrait der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg
- oder auf der Homepage der MLU














