Wohnen auf dem Campus der Uni Twente (NL)
Wie fühlt es sich an, auf einem Campus zu wohnen, zu leben und zu studieren?

„Der Tag der offenen Tür an der niederländischen Uni Twente in Enschede hat mich völlig überwältigt. Die Sonne schien und ich kannte diese Art Campus nur aus amerikanischen Teenie-Filmen. Der Gedanke lag nahe, direkt auf den Campus zu ziehen. Das war aber nicht der einzige Grund: Pure Faulheit sowie der Gedanke ans frühe Aufstehen und mit dem Fahrrad bis zur Uni fahren zu müssen, ließen den Gedanken an eine Stadtwohnung im Keim ersticken. Ich brauche bis zu den meisten Vorlesungsräumen keine fünf Minuten - Ich liebe es, auf dem Campus zu wohnen!
Damals bin ich zum 'Zimmer-Suchtag' zur Uni Twente gefahren. Nach einem riesigen Umweg, den ich meinem nicht übermäßig ausgereiften Orientierungssinn verdankte, kam ich vier Stunden später als geplant doch noch auf dem Campus an. Alle WGs, in denen noch Zimmer frei waren, hatten Schilder in die Fenster gehängt. Außerdem erhielt ich vom Campusvermieter eine Liste mit allen noch verfügbaren Zimmern. Ich bin dann einfach drauf los gelaufen und gleich die erste WG, die ich mir ansah, ist jetzt seit fast drei Jahren mein Zuhause.
Das Auswahlverfahren lief wie ein Casting ab. Meine Konkurrenten hab ich mit Taktik und Charme nach und nach aus dem Rennen geworfen. Wir wohnen zu sechst in einer der sogenannten Pyramiden auf dem Campus. Das Gute an den WGs in diesen Gebäuden ist, dass jeder sein eigenes komplett ausgestattetes Badezimmer hat, das direkt an sein Zimmer angrenzt. Da kann schon mal kein Streit ums Putzen aufkommen. Der große Balkon lädt zum Grillen, Biertrinken und der typischen niederländischen Geselligkeit ein.
In unserer WG leben vier Jungs und zwei Mädchen. Die Jungs sind durchweg Niederländer und wir Mädchen kommen aus Deutschland. Beim Essen kennen die Niederländer keinen Spaß: Pünktlich um sechs Uhr steht das Essen auf dem Tisch – ob die Kartoffeln gar sind oder nicht! Und wer ohne 'toetje' (Nachtisch) ankommt, hat sowieso schon mal verloren. Aber auf dem Campus ist das alles kein Problem. Ab zum Campus Supermarkt und alle sind wieder milde gestimmt.
Bei uns sind alle sehr hilfsbereit, egal, um welches Problem es geht, einer kann immer weiterhelfen. Egal ob ein Kabel fehlt, jemand einen Text Korrektur lesen soll oder die Freundin Schluss gemacht hat – einer hat immer eine helfende Hand oder ein offenes Ohr.
Falls du nun neugierig geworden bist, was es mit diesem Campus auf sich hat oder du dir auch einmal solch eine WG anschauen möchtest, dann kontaktiere einfach das D-team (Deutschland-Team) der Uni Twente. Über das Team kannst du beispielsweise einen 'Meeloop-Dag' vereinbaren, bei dem dir ein deutscher Student den Campus und sein Studium einen Tag lang näher bringt. Oder du kommst zum nächsten Tag der offenen Tür, dem so genannten Last Minute Tag am 9. Juni.“
Angie K., 24, aus Oberhausen, Studentin Kommunikationswissenschaften.
Eine Anmeldung zum Last Minute Tag sowie weitere Informationen zur University of Twente findest du hier.













