Studentenjobs in Enschede
In diesem Bericht stellen wir euch Eva und Janis vor, die ihr Studium an der Universiteit Twente durch Nebenjobs selbst finanzieren. Wir haben ihnen ein paar Fragen gestellt.

Eva, 22 Jahre, kommt gebürtig aus Ochtrup, ganz in der Nähe der Niederländischen Grenze. Sie arbeitet neben ihrem Studium der Kommunikationswissenschaften bei Kruidvat, einer großen Drogeriekette der Niederlande.
Was genau ist deine Aufgabe dort?
Eine der Hauptaufgaben ist das Kassieren. Seit ein paar Monaten arbeite ich montags, an diesem Tag kommt die Fracht und dadurch entstehen an diesem Tag mehrere zusätzliche Aufgaben. Oft ist es montags meine Aufgabe, die Werbematerialien, wie zum Beispiel Displays und Poster zu verteilen. Außerdem noch Einräumen und Bestellen von Produkten oder Bürotätigkeiten.
Wie bist du an den Job gekommen und was verdienst du?
Durch eine Freundin erfuhr ich, dass Kruidvat noch Mitarbeiter sucht. Also bin ich direkt am gleichen Tag zur Filiale gegangen und habe nachgefragt. Eine Woche später hatte ich meinen ersten Arbeitstag. Ich verdiene knapp 7 Euro pro Stunde.
Wie viele Stunden arbeitest du im Schnitt und inwiefern lässt sich das mit deinem Studium vereinbaren?
Meistens arbeite ich mehr als 8 Stunden die Woche, es hängt jedoch von meiner Belastung in der Uni ab. In stressigen Zeiten arbeite ich nur an einem Tag in der Woche. Während der Klausurphasen arbeite ich meistens vorher oder nachher mehr. Auch wenn man mal kurzfristig nicht kann, findet man meistens Kollegen, die einspringen, andersrum springe ich spontan auch für andere Kollegen ein. Wichtig ist dabei, dass man wirklich auf seine 32 Stunden kommt, da DUO (die Studienfinanzierungsinstitution) es jedes Jahr überprüft.
Janis, 23 Jahre, kommt aus der Nähe von Münster und arbeitet seit zwei Jahren im neu gebauten Musikzentrum in Enschede. Janis ist dort eigentlich das „Mädchen für alles“. Vom Karten abreißen über Garderobe und Bardienst bis hin zum Küchendienst. Da die Veranstaltungen abends sind, schränkt die Arbeit sein Studium nicht ein.
Janis, wie bist du zu diesem Job gekommen?
Total unerwartet, ich war während der Einführungswoche vor zwei Jahren mit meiner Gruppe unterwegs und wurde dann in der Stadt einfach angesprochen. Mir wurde erklärt, dass das Theater ein zweites Gebäude eröffnet und sie nun Mitarbeiter suchen. Dann bin ich zum Vorstellungsgespräch gegangen und
hab mich gegen sechs weitere Bewerber durchgesetzt, trotz nicht perfektem Niederländisch.
Hattest du am Anfang Probleme mit der Sprache?
Ich habe damals den Sprachkurs gemacht, obwohl ich den als European Studies Student eigentlich nicht gebraucht hätte. Klar lerne ich jeden Tag noch neue Wörter, aber große Schwierigkeiten habe ich nicht. Meine Kollegen waren am Anfang sehr hilfsbereit. Ich hab dann einfach gefragt, wie man bestimmte Sachen höflich fragt, weil man im Theater doch schon ein angemessenes Sprachniveau braucht. Es gibt schon auch besondere Gäste, wie zum Beispiel den Bürgermeister.
Wie oft arbeitest du und wie viel verdienst du in der Stunde?
Da es bei uns sehr viele Angestellte gibt, bekommt man meist nur 1–2 Schichten pro Woche. Die gehen dann so ungefähr 4 Stunden, leider bekomme ich meine Studienfinanzierung nicht. Ich habe keinen Vertrag über 32 Stunden im Monat bekommen. Ich arbeite dafür zu unregelmäßig, das hängt auch immer davon ab, wie viel Programm gerade im Theater ist. Das Gehalt ist bei uns altersabhängig. Ich habe mit 21 angefangen. Damals habe ich circa 8 Euro bekommen und jetzt kriege ich sogar schon 10 Euro. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Lohn.
Informationen zum Studium und Leben an der Universiteit Twente findet ihr auch unter: www.utwente.de













