Hispanistik an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg studieren
Informationen über den Studiengang
Ziel der Studienprogramme Frankoromanistik, Italianistik bzw. Hispanistik ist es, den Studierenden eine intensive Einarbeitung in Wesen und Spezifika der Sprache, Literatur und Kultur Frankreichs bzw. Italiens bzw. Spaniens und Lateinamerikas zu ermöglichen. Die dabei erworbenen Kenntnisse und sprachpraktischen Fertigkeiten sollen den Zugang zu Berufsfeldern eröffnen, deren Anforderungen im Schnittfeld von Sprache, interkultureller bzw. kulturvermittelnder Kompetenz und Fertigkeiten im Umgang mit Texten liegen. Berufsfelder eröffnen sich in den Bereichen Kultur, Politik und Wirtschaft, z.B. Verlagswesen und Medien, Bildungs- und Kulturinstitutionen sowie Öffentlichkeitsarbeit.
Inhalt und Aufbau des Studiums Frankoromanistik
Die folgende Übersicht stellt das Studium eines der beiden BA-Fächer, einschließlich der Allgemeinen Schlüsselqualifikationen (ASQ) und der Fachspezifischen Schlüsselqualifikationen (FSQ), dar.
Einführung in kulturwissenschaftliches Arbeiten, Themen und Formen des kulturellen Gedächtnisses, Kulturkontakt, mit exemplarischen Beispielen aus der jeweiligen Zielkultur.
Einführung in literaturwissenschaftliches Arbeiten. Literatur- und Textbegriff, Grundkenntnisse von Analyse und Interpretation, Eckdaten der Literaturgeschichte.
Einführung in sprachwissenschaftliches Arbeiten und die Teildisziplinen der Sprachwissenschaft. Gliederung der Romania, Variation der Zielsprache und Grundzüge ihrer Geschichte.
Aufbaumodule
Module zur Kulturgeschichte der Zielkultur - in Hispanistik unter Einbeziehung der lateinamerikanischen Kulturen - ; zu Kultur und Gesellschaft der Gegenwart, zu Kulturkontakt und Kulturvergleich.
Module zu den großen Literaturepochen (ältere und mittlere Literatur der Zielsprache, neuere Literatur - in Hispanistik unter Einbeziehung lateinamerikanischer Literaturen) sowie zu Analyse und Interpretation von literarischen Texten.
Module zur Sprachgeschichte der Zielsprache, zur Sprachsystematik (Phonologie, Morphologie, Semantik, Syntax, Text) und zur Sprachverwendung (Sprachvarianten, Sprechakte, etc.).
Module Sprachpraxis
Die sprachpraktischen Module dienen der Förderung der Grundfertigkeiten Hörverstehen, Sprechen, Leseverstehen, Schreiben, Übersetzen und orientieren sich an den Niveaus des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens. Das Modul III S zielt auf den Erwerb und die Konsolidierung einer fachsprachlichen Kompetenz in den angestrebten Berufsfeldern ab.
Fachspezifische Schlüsselqualifikationen
Diese Qualifikationen werden in den Basismodulen vermittelt. Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit zur Nutzung adäquater Recherchemethoden, Verarbeitungsstrategien und Präsentationsformen
Studentischer Arbeitsaufwand und Leistungspunkte als Grundlage
Die Planung der neuen Studienprogramme beruht auf einer Schätzung des studentischen Arbeitsaufwands. Dabei werden jeweils 30 Stunden Arbeitsaufwand in einem Leistungspunkt (LP) zusammengefasst. Berücksichtigt werden sowohl die Teilnahme an Lehrveranstaltungen (als Kontaktstudium bezeichnet) als auch der Aufwand bei der Vor- und Nachbereitung des Stoffs und bei der Erstellung von mündlichen Präsentationen, Hausarbeiten sowie die BA-Arbeit.
Das Konzept der Modularisierung
Module sind die Bausteine eines Studienprogramms. Sie sind inhaltlich und zeitlich abgeschlossene Lehr- und Lerneinheiten und umfassen nicht nur die Lehrveranstaltungen, sondern auch den damit in Zusammenhang stehenden Arbeitsaufwand (s.o.). Jedes Modul schließt mit einer Prüfung ab, die bestanden werden muss.
Studienbegleitende Prüfungen
Modulprüfungen können u.a. die Form von Klausuren, mündlichen Prüfungen, Referaten und schriftlichen Hausarbeiten haben. Dabei gehen alle in den fachwissenschaftlichen Aufbaumodulen erreichten Leistungen in die Note des BA-Zeugnisses ein, außerdem die Note der BA-Arbeit. In der Sprachpraxis zählen für die Abschlussnote die Modulprüfungen der Module III und III S.
Abschluss
Bachelor of Arts (B. A.)
Studienbeginn
Jeweils zum Wintersemester
Regelstudienzeit
6 Semester
Studienvoraussetzungen
Es gelten die gesetzlich vorgeschriebenen allgemeinen Studienvoraussetzungen (allgemeine Hochschulreife). Spezielle Zugangsvoraussetzungen für einzelne Fächer werden nachfolgend erläutert.
Frankoromanistik
Für Frankoromanistik ist der Nachweis ausreichender Französischkenntnisse nötig. Dieser Nachweis wird erbracht durch die Durchschnittsnote 11 Punkte im Fach Französisch in den letzten beiden Schuljahren bzw. den Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an „DELF 1er Degré" oder den Nachweis von UNICERT I oder durch ein sonstiges Zeugnis, das Sprachkenntnisse mindestens auf Niveau A 2 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen bescheinigt.
Ausgenommen aus diesen Regelungen sind Studienbewerber mit französischer Muttersprache, ausländische Studienbewerber der vom Institut für Romanistik anerkannten Austauschprogramme mit Frankreich und Studienbewerber, die in einem französischsprachigen Land als ordentliche Studierende mindestens zwei Semester erfolgreich studiert haben.
Hispanistik
Für Hispanistik gelten zur Zeit keine besonderen Zugangsvoraussetzungen; dass das Studium des Fachs Hispanistik BA 90 auch ohne Vorkenntnisse der spanischen Sprache begonnen werden kann.
Italianistik
Für Italianistik gelten zur Zeit keine besonderen Zugangsvoraussetzungen; das heißt, dass das Studium des Fachs Italianistik BA 90 auch ohne Vorkenntnisse der italienischen Sprache begonnen werden kann.
Bewerbung oder Einschreibung
Der Studiengang ist nicht zulassungsbeschränkt.
Weitere Informationen zum Studium an der MLU und speziell zu diesem Studiengang
- auf dem Hochschulportrait der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg
- oder auf der Homepage der MLU














