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Concept and Product Development

Informationen über den Studiengang

 

Unser Zusammenleben wird stets komplexer. Die Grenzen zwischen der virtuellen und der reellen Welt, zwischen Fachgebieten und Branchen verschwimmen immer mehr. Aus diesem Grund gibt es einen stark ansteigenden Bedarf an Menschen, die all dies überblicken und aus einer neuen Perspektive Lösungen für unterschiedliche Probleme finden können. Genau hier liegt das Arbeitsfeld des Concept & Product Developers.

"Wie funktioniert das eigentlich genau?", "Geht das nicht anders?" oder "Kann ich eine bessere Lösung dafür finden?" - stellst du dir solche Fragen? Fühlst du dich herausgefordert, mit deiner Kreativität Grenzen zu überschreiten? Dann bis du bei der Studienroute Concept & Product Development im Rahmen des Studiengangs Kunst und Technik an der richtigen Adresse. Dieser Studiengang ist wie gemacht für Menschen mit gesunder Neugier, die kritische Fragen stellen dürfen und zahlreiche Ideen haben, um gesellschaftliche Modelle zu verändern.

 

Inhalt und Aufbau

Ein Concept & Product Developer arbeitet in Situationen, in der die Komplexität eines Problems den Sachverstand von Spezialisten übersteigt. Probleme, Aufträge und Herausforderungen, bei denen verschiedene Problemgebiete aufeinander treffen, gehören ganz besonders zur Domäne des Concept & Product Developers.

Die Arbeitsbereiche umfassen das Erkennen und Vorhersagen von Trends und Entwicklungen, das Generieren von Ideen für neue Produkte, das projektmäßige Arbeiten, das Vermarkten von Ideen und das Management von Innovationsprozessen. Der Concept & Product Developer entwickelt Lösungen, die dem Auftraggeber in Form eines Konzepts oder einer Demo angeboten werden. Solch ein Entwurf stellt die Basis für eine Produktion oder Realisation dar.

Das erste und zweite Jahr des Studiengangs Kunst und Technik sind für alle Studenten zu 70% gemeinschaftlich. Liegt bei Kunst und Technik im Allgemeinen der Nachdruck auf der medialen "Verpackung" (z.B. Animation und 3D), geht es bei Concept & Product Development vorrangig um das Entwickeln und Visualisieren von Konzepten, die an gesellschaftliche Trends anlehnen.

Das Studium hat drei Hauptbereiche:

  • Sozialwissenschaften: Hier dreht sich alles um Philosophie, Soziologie, Psychologie und Anthropologie. Dabei spielen Kultur, Gesellschaft, Kunst, Medien und Technologie die Hauptrolle.
  • Kreativität: Du lernst das Umgehen mit diversen Denkstrategien und Entwurfsmethoden, manchmal auf unorthodoxe Weise, um zu innovativen Lösungen zu kommen. Du sollst in der Lage sein, Herausforderungen und Probleme im täglichen sowie im betrieblichen und gesellschaftlichen Leben zu lösen. Du lernst, "Out of the Box" zu denken, indem du Probleme anders betrachtest, wodurch du zu neuen und innovativen Lösungen kommst.
  • Entwerfen: Du beschäftigst dich mit dem Aufstellen von Konzepten und dem Analysieren von Prozessen und Produkten, um diese mit geschäftlichen Kenntnissen im Bereich der Qualität, Botschaft und Funktionsweise zu beurteilen.

In den ersten zwei Jahren legst du das Fundament für dein Studium. Du eignest dir die Grundlagen in den Gebieten Kreatives Denken, Konzept- und Entwurfsprozesse, Sozialwissenschaften, Präsentation und Kommunikation, Marketing, Management, Organisationskunde und Forschung an. In Vorlesungen erwirbst du Wissen und Fähigkeiten auf fachlichem, konzeptuellem und entwurfstechnischem Gebiet. Diese Vorlesungen bereiten dich auf Projektarbeiten vor und schließen thematisch an diese an. Was du lernst, wendest du auch direkt praktisch an. Einen wesentlichen Teil dieser praktischen Aufgaben erledigst du in Gruppenarbeit mit deinen Mitstudenten. So lernst du ganz nebenbei, wie man effektiv im Team zusammenarbeitet.

Von Beginn an wirst du von einem Studienlaufbahnbegleiter unterstützt, der mit dir deine Entwicklung und deine Ziele verfolgt. All deine Projekte und Ergebnisse sammelst du in deinem Portfolio, um dich später zu bewerben. Wo du nach deinem Studium eine Anstellung finden kannst und welche beruflichen Möglichkeiten du hast, erfährst du bei Exkursionen zu Unternehmen oder indem du für das Projektbüro des Studiengangs Aufträge aus der Wirtschaft bearbeitest.

Im dritten und vierten Jahr bist du zum größten Teil selbst für die "Regie" deines Studiums zuständig. Hier steht die Spezialisierung und Ausrichtung auf den späteren Beruf im Mittelpunkt. Das dritte Studienjahr ist dabei auf methodologischen Tiefgang (mit Hilfe von Untersuchungen), fachinhaltliche Verbreiterung (Orientierung) und Arbeitserfahrung (Praktikum) gerichtet. Das letzte Jahr konzentriert sich auf die fachinhaltliche Vertiefung auf konzeptuellem Niveau und den Abschluss des Studiums in einem Betrieb. Hier kannst du unter Beweis stellen, dass du bestens auf den Arbeitsmarkt vorbereitet bist.

Perspektiven 

Innerhalb der Studienroute Concept & Product Development erwirbst du den modernen Fachhochschulabschluss Bachelor of Art and Technology. Du erhältst ein Bachelorzeugnis des Studiengangs Kunst und Technik.

Absolventen der Kunst und Technik-Studienroute Concept & Product Development finden in verschiedenen Bereichen eine Anstellung. Denke hierbei nur an die Research & Development- Abteilungen einer multinationalen Firma, einen "Think Tank", eine Werbeagentur, Entwickler von Computerspielen, einen Medienbetrieb, Eventmanagement, Behörden, die Justiz, den Pflegebereich und das Schulsystem. "Ich sage eine zunehmende Nachfrage an Concept & Product Developern von Unternehmern voraus, die in ihrem Unternehmen erfolgreich Innovationen schaffen wollen", sagt Marco Strijks, Innovationsberater bei Syntens. "Das Entwickeln von neuen Produktkonzepten ist für ein multinationales Unternehmen wie Ten Cate essentiell. Der Concept & Product Developer passt perfekt dazu", so Beert Hessink, Research & Development-Manager bij Ten Cate.

Auch ein Masterstudium ist eine Möglichkeit für Absolventen dieses Studiengangs. In Zusammenarbeit mit der Universität Twente wurden spezielle Fächer für das Abschlussjahr entwickelt, die einen direkten Übergang von Bachelor zu Master ermöglichen. Du kannst hier dann z.B. einen Master of Arts in Human Media Interaction (Informatik) und Communication and Media Design (Kommunikationswissenschaften) erreichen.

 

Zugangsvoraussetzung

 

Studieninteressierte aus Deutschland müssen die Fachhochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) vorweisen. Unter gewissen Umständen können vorherige (Berufs-) Ausbildungen zu einer Studienzeitverkürzung führen. Um das Studium zu beginnen, ist das Abslvieren eines Sprachkurses erforderlich. Das Bestehen des abschließenden Tests (Nachweis des Sprachniveaus A2-B1) ist Voraussetzung für deine Immatrikulation. Während des ersten Studienjahres gibt es zusätzlich begleitende Sprachkurse, die dich bis zum Sprachniveau B2 ausbilden.

 Für diesen Studiengang gibt es eine besondere Zulassungsregelung. Zuerst bewirbst du dich mit einem Motivationsbrief. In diesem Brief erklärst du, warum du für den Studiengang Concept & Product Development geeignet bist. Anhand deines Briefes wirst du dann zum Intaketag eingeladen. Der Intaketag besteht aus einer schriftlichen Aufgabe und einem Vorstellungsgespräch. Hier stellst du deine Motivation, deine technischen und künstlerischen Talente sowie deine sozialen und kommunikativen Fähigkeiten unter Beweis.

 

Finanzielles

An allen Fachhochschulen und Universitäten in den Niederlanden müssen Studiengebühren bezahlt werden.Es gibt jedoch zahlreiche Möglichkeiten diese zu bezahlen oder sogar Vergütungen zu erhalten. Wie hoch die aktuellen Studiengebühren für Elektrotechnik sind, kannst du beim Service-Büro Deutschland erfragen. Für das Studienjahr 2012/2013 betrugen sie 1.771€. Neben Studiengebühren musst du mit weiteren Kosten für Bücher und Studienmaterial rechnen. Ausführliche Informationen zum Thema deutsches Auslands-BAföG, Bildungskredite und Studienfinanzierung findest du unter www.saxion.de.

 

Weitere Informationen zum Studium in den Niederlanden und speziell zu diesem Studiengang   

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