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Studium Bauingenieurwesen

Nach seinem Abitur in 2009 und dem anschließenden Wehrdienst, absolvierte Tobias M. ein Praktikum und begann mit dem Studium Bauingenieurwesen an der Fachhochschule Münster. Im Interview berichtete der 20-jährige, wie er zu seinem Wunsch-Studium kam, welche Projekte er derzeit durchführt und was ihm besonders gut an seinem Studium gefällt.

Was beinhaltet deine Studium tagtäglich?
Mein Tagesablauf orientiert sich an einem ziemlich festgelegten Grund-Stundenplan mit Vorlesungen, der durch einige Übungen und Praktika (jeweils im Block von 90 Minuten) ergänzt wird. Der Umfang meines festen Terminplans ist unterschiedlich, so habe ich zum Beispiel montags von 8.00 bis 19.00 Uhr Uni, wogegen ich mittwochs erst um 14.00 Uhr anfangen muss. Durchschnittlich habe ich etwa 15 mal 90 Minuten pro Woche, die ich in der Fachhochschule verbringe, also täglich ca. 4,5 Zeitstunden. Zusätzlich gibt es dann noch Projektarbeiten, die zu Hause gefertigt werden.

Um welche Aufgaben oder Projekte kümmerst du dich zurzeit?
Zurzeit hält sich meine indiviuelle Arbeit in Grenzen, da es kurz nach der Klausurenphase etwas ruhiger her geht. Als Prüfungsvorleistung in meinem Studiengang bin ich gerade damit beschäftigt, den Anschluss einer Bodenplatte an die Kellerwand, und das Detail im Bereich einer Terrassentür nach DIN-Vorschriften zu konstruieren. Klingt langweilig, ist es auch teilweise, aber durch gute Betreuung in einer Gruppe von ca. 20 Studenten ist die Bearbeitung solcher Aufgaben deutlich einfacher und angenehmer.
Weiterhin muss man die in den Vorlesungen gelernten Grundlagen praktisch üben, um sie zu vertiefen und in den Klausur das entsprechende Wissen abrufbereit zu haben.

Was gefällt dir besonders gut an deinem Studium?
Die Fachhochschule Münster ist sehr gut ausgestattet. Qualifizierte und erfahrene Profs und Assistenen unterstützen die Gruppen bei ihren Übungen und Projekten. Die Gruppen sind dabei nur zwischen 15-30 Personen groß. Außerdem gefällt mir das Studententeleben: ich habe eine eigene Wohnung, meine eigene Verantwortung und Zeiteinteilung. Und natürlich die "studentischen Freiheiten" - das Nachtleben.

Was gefällt dir weniger?
Der Stundenplan ist unflexibel und eher, wie an einer weiterführenden Schule, festgeschrieben. Außerdem finde ich die gebündelten Klausurphasen nicht so gut.

Wie hast du von dem Studiengang erfahren?
Ich habe meine eigenen Interessen und Stärken erforscht und Gespräche mit Bekannten geführt. Nach verschiedenen Praktika habe ich mich dann auf den Bereich Bau im Ingenieurwesen festgelegt.

Wären für dich noch andere Optionen für die Zeit nach dem Abi in Frage gekommen?
Nach dem Abi wurde ich direkt ein paar Wochen später zum Grundwehrdienst eingezogen. Somit entfielen andere Optionen. Nach dem Bund habe ich meine drei Monate Pflichtpraktikum absolviert. Das ist eine Bedingung, um für das Studium an der FH zugelassen zu werden. Im September 2010 habe ich dann angefangen zu studieren.

Was war für dich ausschlaggebend, dich speziell für diesen Studiengang zu entscheiden?
Ich habe zwischen den Fachbereichen Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und Bauingenieurwesen geschwankt. Die Praktika haben mir gezeigt, dass Letzteres das Richtige für mich ist.

Was bringt das Studium dir persönlich und für deine Zukunft?
Mir persönlich gefällt es, Gebäude zu planen, umzusetzen und nachher sagen zu können: „Da war ich dran beteiligt.“ Für meine Zukunft sieht es laut Prognosen gut aus, da im Ingenieurwesen ein großer Fachkräftemangel herrscht. Mein Ziel ist es, nach einigen Jahren Erfahrung, eigene Bauprojekte leiten zu können und nie den Spaß an der Arbeit zu verlieren.

Würdest du dich wieder so entscheiden?
Ich würde es wieder tun. Ich bin zwar noch nicht fertig, aber schon gespannt darauf, das gelernte Wissen später in die Tat umsetzen zu dürfen.

Hast du schon eine Idee, wie es danach weitergehen soll?
Erstmal stehen mir noch zwei Jahre Studium bevor. Dann plane ich ins Berufsleben zu starten und ein paar Jahre Praxis zu sammeln und dann eventuell meinen Master in Kooperation mit einem Betrieb zu machen, der mich gut unterstützt und meine Arbeit später auch umsetzen möchte.


Herzlichen Dank für das Interview!


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